Online Marketing – während und nach der Pandemie

Das Coronavirus hat nicht nur unseren Alltag grundlegend verändert, sondern auch die Welt des Online Marketings. Die Hintergründe für diese Veränderungen sind vielfältige, und zeichnen sich sowohl auf Seite des Verbrauchers, als auch auf Seite der Produzenten ab. 

Im Falle der Konsumenten führte der Ausbruch von COVID-19 zu einem Lifestyle-Wandel: Fuhr man früher noch ins Büro und standen Freizeitaktivitäten auf dem Plan, ist das Zuhause nun Lebensmittelpunkt. Da zahlreiche Unternehmen auf Kurzarbeit umstellten, oder mit dem Home Office ein neues Arbeitsmodell einführten, verbringen potentielle Kunden nun überdurchschnittlich viel Zeit Zuhause. Da Aktivitäten ausserhalb der eigenen vier Wände während zahlreicher Lockdowns ausfallen und der ausbleibende Arbeitsweg eine deutliche Zeitersparnis darstellt, bleibt mehr Zeit zum sogenannten ‚Couch-Surfen’. 

Was die Unternehmen und Kleinunternehmen anbelangt, mussten einige neue Wege finden, um ihre Produkte und Services an den Kunden zu bringen. Viele Massnahmen der Regierung resultierten in verkürzten Öffnungszeiten, einige Geschäfte oder Einrichtungen durften gar nicht erst öffnen. Da diese Restriktionen ausschliesslich physische Niederlassungen betrafen und betreffen, avancierte das Online Marketing während der Pandemie zum unumgänglichen Channel. Welche Trends diese Erkenntnis hervorbrachte, und wie Sie diese in Ihre Strategie integrieren können, erfahren Sie in unserem Beitrag!

Marketing während der Pandemie – Was sich geändert hat

Die COVID-19 Pandemie hat markante finanzielle Veränderungen mit sich gebracht: Der Übergang zum Home Office stellte sich für viele als finanzieller Segen heraus, während Kurzarbeit und Jobverlust für andere das genaue Gegenteil bedeuteten. Das zeichnet sich auch an deren Konsumverhalten ab – einem der wichtigsten Faktoren, die Marketer nun berücksichtigen müssen. 

Gutes Preis-Leistungsverhältnis: Da aufgrund eben genannter Gründe das monatliche Budget reduziert wurde oder Konsumenten dies in der Zukunft befürchten, ist bewusstes Einkaufen Trend. Zum einen stehen weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung, um Freizeitartikel, Fashion & Co. zu erwerben. Zum anderen spielt sich das alltägliche Leben nun innerhalb des eigenen Zuhauses und im Kreise der Familie oder engsten Freunde ab – wodurch der Einsatz von Produkten als Statussymbol hinfällig wird.  

Zuhause als Lebenszentrum: Seit Ausbruch der Pandemie spielt sich das Leben vordergründig Zuhause ab. Allerdings sind unsere vier Wände nicht mehr nur der Ort, an dem wir wohnen, sondern auch lernen, arbeiten und unsere Freizeit gestalten. Umso wichtiger also, dass sie möglichst funktional und gemütlich eingerichtet sind. Auch die Ausgaben für Sports-  und Homewear sind gestiegen – nun zählt, was während des Lockdowns getragen wird, während die neuesten Outdoor-Sommertrends an Relevanz verlieren. Vorgeführt werden die neuesten Produkte, Fashion-Items & Co. in den Medien, die nun mehr denn je konsumiert werden: Ob Social Media, Radio, Printmedien oder TV. In der Tat verbrachten laut eigener Aussage knapp die Hälfte der Social Media Nutzer noch mehr Zeit in den sozialen Netzwerken. Daher bauten Unternehmen vor allem ihre Online-Marketingkanäle aus, und sahen von Werbung an wenig frequentierten Orten ab. Sogenannte Out-Of-Home Advertisements auf Billboards an Metro-Stationen, Bahnhöfen oder in der Innenstadt sind nur noch wenig effektiv, das Event Marketing hat seinen hohen Stellenwert gänzlich verloren. Wo möglich, wird es durch Online-Events ersetzt, oder dessen Budget in anderen Online-Content investiert. 

Mehr Content: Aufgrund eben genannter regeren Social Media-Nutzung steigt auch die Content Produktion. Diese führt die Content-Produktion für Social Media an, dicht gefolgt von Blogs und Video-Inhalten. Marketer reduzieren damit weiterhin ihre Ausgaben für traditionelle Werbekanäle, und investieren diese stattdessen ins Online Marketing oder den Ausbau eines Online-Shops. In Online-Inhalte, die sich nicht nur in der Leadgenerierung, sondern auch einer Steigerung des Engagements mit der eigenen Brand als effektiv erwiesen haben. 

Gesundheit hat oberste Priorität: Ein stärkerer Fokus liegt nun auch auf den gesundheitlichen Aspekten von Produkten und dem damit verbundenen Einkaufsvorgang. Konsumenten präferieren die Informationsgewinnung sowie kontaktlose Bestellung via Smartphone, Tablett oder PC. Informationen zur Lieferung, oder einer Anpassung des Services aufgrund der Pandemie sind dabei ebenso relevante Themen wie Gesundheitstipps. Ob Vorsorge- und Schutzmassnahmen, oder Tipps zu Self Care sind nur einige wenige Thematiken, die auf Ihr Brand-Image einzahlen – und die Beziehung zu Ihren Kunden festigen können.  Auch präferieren Konsumenten aufgrund der unsicheren Lage positive Online-Inhalte, die ein Gefühl von Sicherheit und Normalität vermitteln.

Hohe Erwartungen: Bereits vor der Pandemie gab die Generation Z den Ton an: Aufgewachsen ist sie in einer gänzlich vernetzten Umgebung, die dank modernster Technologie jeden Wunsch von den Lippen abliest. Der Ausbruch der Pandemie beschleunigte die Digitalisierung, und multiplizierte damit die Erwartungen, die Nutzer an den digitalen Content eines Unternehmens haben. Konsumenten erwarten nun einen reibungslosen Ablauf bei digitalen Transaktionen, eine optimierte Website-Performance und ‚Digital Experience’,. Da Unternehmen nun mehr elektronische Daten denn je zur Verfügung stehen, erwarten potentielle Kunden eine personalisierte digitale Experience, die auf ihre Bedürfnisse und aktuelle Lebenssituation zugeschnitten ist. Die Umsetzung derselben gelingt durch eine regelmässige Auseinandersetzung mit Echt-Zeit-Analysen zum Nutzerverhalten, anstatt diese erst in Retrospektive zu betrachten. Analysen wie auch zugeschnittene Online-Präsenzen und –abläufe bedürfen nicht selten der Implementierung von AI. Dank der Datenverarbeitung durch Artificial Intelligence können Sie relevante Inhalte zu dem Zeitpunkt schalten, wenn Ihre Kunden besonders empfänglich dafür sind. 

Die 4 Cs: Zu besagten Experiences zählen insbesondere die 4 Cs: Content, Community, Commerce und Convenience. Implementieren Sie diese, sind Sie gut gerüstet. Der Content-Bereich umfasst sämtliche digitalen Inhalte, die via E-Mail, mobile Apps und Ihre Webseiten geteilt werden. Diese Angebote unterstützen den Aufbau und die Pflege Ihrer Kundenbeziehungen, deren Interaktion mit Ihrer Marke und kann schliesslich zu einem ersten oder wiederholten Einkauf führen. Hier kommt der Commerce-Bereich, aufgrund der Pandemie vor allem der E-Commerce ins Spiel: Stellen Sie sicher, dass Kaufvorgänge einfach und schnell ablaufen, Ihre Produkte und Services übersichtlich wie ansehnlich präsentiert werden, und Ihr Online-Shop mit relevanten Blogs und Magazinen gespickt ist. Diese zusätzlichen Informationen können Sie Ihren Kunden auch mittels Video-Content, Webinaren oder Ihrer Social Media Accounts bieten, und gleichzeitig eine starke Community bilden. Eine Community, in der Sie auf Fragen und Anregungen Ihrer bestehenden oder potentiellen Kunden eingehen, oder diese sich untereinander austauschen können. Schliesslich ist die vierte Säule aufgrund der Pandemie relevanter denn je: Convenience. Hierzu zählen Loyalitätssysteme, aber auch die schnelle Lieferung von Waren sowie übersichtliche Informationsdarbietung. 

Coronavirus und Digital Marketing: Eine Chance

Sie sehen selbst: Der wachsende Online-Handel und die beschleunigte Digitalisierung verlangen nach neuen Massnahmen. Diese kommen mit grossen Herausforderungen, und ebenso grossen Chancen daher. Ob es sich um eine Mobile App, Webseiteneinrichtung, Ihren Online Shop oder Social Media Account handelt – wir sind Ihr starker Partner, wenn es um Digitalisierung geht!

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